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Zollfrei bei GearBest & Co? Infos zu Zoll, Germany Express,…

Einen 3D Drucker online zu bestellen, ist einfach.

Sobald der Händler jedoch seinen Sitz im Ausland hat, beispielsweise in den USA, in China oder im UK, musst Du bezüglich Zollfreigrenze, Einfuhrzoll und Steuer einiges beachten.

Ob Du in Deutschland, in Österreich oder in der Schweiz wohnst – Einfuhrzoll und Einfuhrumsatzsteuer sind bei Importen immer ein wichtiges Thema. Dabei gibt es nicht nur Unterschiede zwischen dem Steuer- und Zollsatz der einzelnen Länder, auch die Versandoptionen der Shops sind zum Teil sehr verschieden.

https://www.youtube.com/watch?v=t1iI92cplsU

 

Inhaltsverzeichnis

Welche allgemeinen Regeln gelten für die Einfuhr von Waren in den DACH-Raum?

Warensendungen innerhalb der EU sind grundsätzlich steuerfrei. Sie werden ohne Erhebung von Einfuhrabgaben wie Zoll-Kosten, Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchssteuern direkt zugestellt.

Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen die Postsendungen jedoch durchleuchtet bzw. geöffnet und kontrolliert werden, um zu überprüfen, ob sie Waren enthalten, deren Einfuhr gegen gesetzliche Beschränkungen oder Verbote verstößt. Das Postgeheimnis ist diesbezüglich eingeschränkt.

Beim Bestellen in China oder den USA, gelten andere Regeln, die sich zum Teil auch danach unterscheiden, ob Du in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnst. Aber auch hier gilt: Alles was legal ist, lässt sich auch problemlos importieren.

Trotzdem kann es sich als vorteilhaft erweisen, sich vorab etwas intensiver mit dem Thema Zoll und Einfuhrumsatzsteuer für 3D Drucker zu befassen, um unnötige Schwierigkeiten zu vermeiden.

Generell solltest Du darauf achten, Waren aus dem Ausland nicht an ein Postfach oder eine Packstation zu bestellen. Das toleriert der Zoll nicht.

Außerdem empfiehlt es sich, Deine Telefonnummer auf das Paket schreiben zu lassen, damit sich die Zollbeamten bei Unklarheiten schnell mit Dir in Verbindung setzen können.

Grundsätzlich gelten für die Einfuhr von Waren mit einem Wert oberhalb der Zollfreigrenze in den DACH-Raum folgende Formeln:

 

Für Deutschland und Österreich

 

Warenwert

+ Versandkosten

= steuerbarer Warenwert

+ Zollkosten (bei 3D Druckern: 1,7 % des steuerbaren Warenwerts)

+ Einfuhrumsatzsteuer (19 bzw. 20 % des steuerbaren Warenwerts)

= Gesamtpreis

 

Für die Schweiz

 

Warenwert

+ Versandkosten

+ Warenwertzuschlag (3 % des steuerbaren Warenwerts)

+ Einfuhrzoll (pauschal 11,5 bzw. 16 CHF)

= steuerbarer Warenwert

+ Einfuhrumsatzsteuer (8 % des steuerbaren Warenwerts)

= Gesamtpreis

 

Zoll- und Einfuhrregeln für den Import von 3D Druckern aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland oder Österreich

Kaufst Du Deinen 3D-Drucker in sogenannten Drittländern wie China oder USA, wird in Deutschland eine Einfuhrmehrwertsteuer in Höhe von 19 %, in Österreich von 20 %, des Warenwertes erhoben. Dies gilt nicht, wenn sich der zu zahlende Betrag auf weniger als 5 Euro beläuft. In diesem Fall erhältst Du Deine Sendung zollfrei.

Da Du kaum einen 3D Drucker für unter 26 Euro finden wirst, käme diese Regelung höchstens bei kleineren Ersatzteilen oder Zubehör zum Tragen. Gleiches gilt für Einkäufe, deren Warenwert 22 Euro nicht übersteigt, und für Geschenke mit einem Wert von maximal 45 Euro.

Einfuhrzoll zahlst Du in Deutschland ab einem Warenwert von 150 Euro. Entscheidend für den Zollsatz ist dabei grundsätzlich, welchen Betrag Du insgesamt gezahlt hast. Sind im Rechnungsendbetrag Versandkosten enthalten, werden dieses vom Zoll voll mit eingerechnet.

Mehr dazu hier:

 

Zoll- und Einfuhrregeln für den Import von 3D Druckern in die Schweiz

Da die Schweiz nicht zur EU gehört, sind Sendungen aus dem Ausland immer zoll- und mehrwertsteuerpflichtig. Ausgenommen und damit zollfrei sind Geschenke von privat an privat in einem Warenwert von bis zu 100 CHF.

Keine Zoll- und Mehrwertsteuerbeträge werden auch erhoben, sofern sie 5 CHF pro Zollanmeldung nicht überschreiten. Bei einem Mehrwertsteuersatz von 8 % betrifft das Warensendungen mit einem Wert von bis zu 62 CHF einschließlich der Kosten für Transport, Verzollung, Versicherung und Zollabgaben.

Der 3D-Drucker-Einfuhrzoll richtet sich nach der Herkunft der Sendung sowie nach deren MWST-Wert. Für Lieferungen aus Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich beträgt die Grundgebühr 11,50 CHF. Für alle anderen Importe gilt ein pauschaler Zollsatz von 16 CHF. Hinzu kommt ein Warenwertzuschlag von 3 % des steuerbaren Warenwerts exklusive Importabgaben und Zollabfertigung.

Bringst Du Waren persönlich aus dem Ausland in die Schweiz mit, hast Du die Möglichkeit, Dir die ausländische Mehrwertsteuer durch ein Tax-Refund-Unternehmen rückerstatten zu lassen.

Bei einem Import per Post ist das nicht so einfach machbar, da diese Serviceunternehmen weder mit der eidgenössischen Zollverwaltung zu tun haben, noch in deren Auftrag arbeiten. Für die Erstattung musst Du Dich selbst an den Händler oder an die Zollbehörde des jeweiligen Landes wenden.

Die schweizerische Mehrwertsteuer hast Du in jedem Fall auch dann zu bezahlen, wenn Du die ausländische MWST nicht zurückerhältst.

Dazu auch:

 

Was ist bei der privaten Einfuhr von 3D Druckern zu beachten?

Waren 3D Drucker noch vor einigen Jahren für Privatleute kaum erschwinglich, sind die Preise mittlerweile durchaus annehmbar. Abhängig von Deinen Ansprüchen und Deinem Nutzungsverhalten zahlst Du für einen Haushalts-3D-Drucker zwischen 450 und 2500 Euro.

Das Ganze geht aber noch günstiger, indem Du Dir einen Bausatz aus China oder den USA bestellst. Hierfür solltest Du Dich aber mit Fragen wie „Ab wann muss man Zoll bezahlen?“, „Wie hoch ist die Einfuhrumsatzsteuer?“ und „Ist es legal möglich, den Zoll zu umgehen?“ befassen.

Vor allem musst Du davon ausgehen, dass der im Shop angezeigte Preis nicht dem Endpreis entspricht, den Du letztendlich zu zahlen hast. Schließlich möchte Dein Heimatland an Deinem Einkauf mitverdienen. Sobald der Ausgangspreis einschließlich der Versandkosten die oben genannten Grenzen überschreitet, wird es daher teurer.

Bestellst Du beispielsweise einen 3D Druckerbausatz für umgerechnet 300 Euro plus Versandkosten von 10 Euro, musst Du darauf in Deutschland bzw. Österreich Zollgebühren von 5,27 Euro (1,7 %) zahlen. Damit bist Du bei 315,27 Euro. Dieser Betrag stellt die Bemessungsgrundlage für die 19- bzw. 20%ige Mehrwertsteuer dar, die in diesem Beispiel 59,90 bzw. 63,05 Euro beträgt. Letztendlich bezahlst Du also für Deinen Drucker in Deutschland 375,17 Euro, in Österreich 378,32 Euro.

Eine Zollanmeldung des in einem Drittland gekauften 3D Druckers ist in der Regel nicht nötig. Du bestellst, wartest und kannst dann das Paket beim Zoll abholen und dort den Einfuhrzoll und die Einfuhrumsatzsteuer bezahlen. Häufig akzeptiert der Zoll auch eine E-Mail mit einem Screenshot der jeweiligen Angebotsseite als Beleg für den Inhalt. Im besten Fall wird das Paket wieder freigegeben, sodass es Dir der Versanddienstleister an den gewünschten Zielort bringen kann. Die Einfuhrumsatzsteuer zahlst Du dann direkt an Deiner Haustür oder bekommst eine Rechnung per Post.

In der Schweiz sieht der Vorgang etwas anders aus. Hier werden Paketsendungen durch die Post oder ein Kurierunternehmen automatisch beim Zoll angemeldet. Dafür zahlst Du 3 % Warenwertzuschlag als Aufwandsentschädigung. Das sind bei einem Gesamtrechnungsbetrag von 310 CHF (bei einem Produkt für 300 CHF plus 10 CHF Versandkosten) 9,30 CHF. Dazu kommt eine pauschale Zollgebühr von 16 CHF. Hat der Versender den Inhalt des Paketes nicht ausreichend deklariert, weswegen die Post die Sendung für die Verzollung öffnen musste, hast Du außerdem 13 CHF für Besichtigung, Wertabklärung und Lagerung zu entrichten. Somit beträgt die Bemessungsgrundlage für die MWST 348,30 CHF. Bei einem Mehrwertsteuersatz von 8 % werden demzufolge noch einmal 27,86 CHF fällig. Insgesamt zahlst Du in diesem Fall für Deinen 3D-Drucker 376,16 CHF.

 

Welche Zolltarifnummer gilt für 3D Drucker?

Im Zolltarif sind sämtliche Waren unter einer einschlägigen, mindestens achtstelligen Nummer erfasst. Diese Zolltarifnummer, auch TARIC-Code oder HS-Code genannt, ermöglicht die eindeutige Identifikation von Warenströmen. Deshalb muss sie bei der Erstellung der meisten Zolldokumente angegeben sein.

Rechnungen und Packlisten sind so zu gestalten, dass die Zollbeamten klar nachvollziehen können, welche Waren mit welchem Wert im jeweiligen Paket enthalten sind.

Eine standardmäßige Zolltarifnummer hat acht Stellen. Manchmal kommen beim Warenimport aber auch noch eine neunte oder zehnte Stelle hinzu.

Das Herausfinden der passenden Nummer macht ein wenig Arbeit. Hast Du aber einmal die richtige ermittelt, kannst Du sie immer wieder verwenden. Da sich der Zolltarif ab und an ändert, empfiehlt sich jedoch zur Sicherheit eine gelegentliche Überprüfung.

Die 3D-Drucker-Zolltarifnummer ist für Dich selbst nur insoweit wichtig, dass Du sie nutzen kannst, um die Zollgebühren, die Mehrwertsteuer und damit den Gesamtpreis des Gerätes zu berechnen.

Da es 3D Drucker zur Zeit der Einführung der Nummern noch nicht gab, existiert hierfür bislang keine zu 100 % passende Zolltarifnummer. Für Drucker, mit denen Du Kunststoff drucken kannst, kommt entweder die Zolltarifnummer „84778099900“ oder die „84798997900“ zur Anwendung, die beide zur Warenbeschreibung „Artikel“ gehören, für die ein Zollsatz von 1,7 % gilt.

Hier mal ein paar Diskussionen dazu:

 

Die Sendung als Geschenk deklarieren und damit den Zoll umgehen – ist das legal?

Private Kleinsendungen unterliegen keinen Zollförmlichkeiten, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Es handelt sich um eine Sendung, die gelegentlich von einer in einem Drittland lebenden Person an eine im Zollgebiet der EU beheimatete Privatperson gerichtet ist.
  • Die enthaltenen Waren sind ausschließlich zum Ver- bzw. Gebrauch im Haushalt des Empfängers gedacht und weder ihre Menge noch ihre Art lassen vermuten, dass der Import aus geschäftlichen Gründen erfolgt.
  • Der Empfänger erhält die Sendung ohne irgendeine Bezahlung, eine Gegenleistung oder eine vergleichbare Ersatzleistung. Tauschsendungen sind damit ebenso ausgeschlossen wie ein Kauf bei einer Privatperson über eBay*.
  • Der Warenwert liegt nicht über 45 Euro.

 

Einen 3D-Drucker bekommst Du für diesen Preis nicht. Daher dürfte die Regelung für einen Warenwert zwischen 45 und 700 Euro von größerem Interesse sein.

In diesem Bereich gilt ein sogenannter pauschalierter Abgabensatz von 17,5 % des Warenwertes.

Lehnst Du diese Pauschale ab oder übersteigt der Warenwert die 700-Euro-Grenze, erfolgt die Berechnung der Einfuhrabgaben nach den Abgabensätzen des Zolltarifs.

Von rechtlicher Seite her gesehen ist eine Deklaration als Geschenk durch den Kauf eigentlich ausgeschlossen. Allerdings kann kaum jemand etwas dagegen einwenden, wenn Du im jeweiligen Drittland einen verlässlichen Verwandten oder Bekannten hast, der die Waren für Dich besorgt und sie Dir dann unentgeltlich zusendet. Eine Rechnung darf dem Paket bei dieser Variante natürlich nicht beiliegen. Unter euch könnt Ihr das Finanzielle dann später immer noch regeln.

Geschenksendungen müssen grundsätzlich als solche gekennzeichnet sein. Das ist allerdings keine Garantie dafür, dass der Zoll sich das Paket nicht doch etwas genauer ansieht.

Mehr dazu hier:

 

Welche speziellen Versandoptionen kommen bei den verschiedenen EU Warehouses für den Versand in die EU bzw. nach Deutschland zum Tragen?

Abhängig davon, wo Du Deinen 3D Drucker kaufst, können sich die Versandoptionen der Anbieter unterscheiden. Ob Amazon, eBay*, GearBest*, AliExpress oder Banggood – ich habe mal das Wichtigste für Dich zusammengetragen.

 

Bestellen auf Amazon.com

Der Bestellvorgang auf Amazon-US oder auf Amazon-UK ist derselbe wie beim deutschen Ableger* des Versandriesen. Hast Du bereits ein Amazon-Passwort, kannst Du dieses ganz normal für den Login nutzen.

Zwar dauert der Versand bei Bestellung in Übersee zum Teil deutlich länger, allerdings kann sich das Warten lohnen, wenn Du dadurch Kosten sparst.

Die Standardzustellung erfolgt nach etwa 9 bis 12 Tagen, die Eilzustellung nach 5 bis 9 Tagen und die Expresszustellung innerhalb 1 bis 3 Tagen. Für die schnelleren Varianten musst Du allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen.

Da die USA nicht zur Europäischen Union gehören, können für Besteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusätzliche Importkosten anfallen.

Zölle werden jedoch erst ab 150 Euro erhoben. Hierbei musst Du allerdings die Versandkosten einrechnen, die Du bei einer Bestellung aus den Vereinigten Staaten zu zahlen hast.

Die jeweiligen Einfuhrgebühren rechnet Amazon direkt auf den Grundpreis auf, sodass diesbezüglich im Nachhinein nichts mehr zu erwarten ist.

 

Kaufen oder ersteigern bei eBay

Ein eBay-Schnäppchen* aus dem nichteuropäischen Ausland kann sich beim Hinzurechnen der Versandkosten, des Einfuhrzolls und die Einfuhrumsatzsteuer als teurer Spaß entpuppen.

Bei Wareneinfuhr spielt es keine Rolle, ob Du es mit einem privaten oder gewerblichen Verkäufer zu tun hast. In beiden Fällen gelten die weiter oben genannten Freigrenzen, Einfuhrumsatzsteuern und Einfuhrzölle.

Sofern der Versender Dein Paket ordentlich deklariert, geht die Zollabwicklung rasch vonstatten.

Zu längeren Wartezeiten kann es jedoch in der Vorweihnachtszeit kommen. Schneller geht es meist beim Versand via Kurierdienst, da die Zollerklärung hierbei bereits übermittelt wird, bevor das Paket das Ursprungsland verlässt.

Sofern der Sendung eine Zollinhaltserklärung sowie eine Rechnung (an der Paketaußenseite) beigefügt ist, wird sie beim nächsten Zollamt abgewickelt und etwaige Zollgebühren und die Einfuhrumsatzsteuer ermittelt, die Du dem Zusteller bei der Übergabe entrichten musst.

Fehlen die Zollinhaltserklärung oder die Rechnung, stimmen diese nicht mit dem Inhalt überein oder bezweifeln die Zollbeamten die Richtigkeit des angegebenen Warenwertes, musst Du persönlich beim zuständigen Zollamt vorstellig werden, um die Sendung entgegenzunehmen. Die Benachrichtigung hierüber erfolgt auf dem Postweg.

 

Bestellen auf GearBest

GearBest*, ein im Jahr 2013 ins Leben gerufenes Onlinehandel-Unternehmen mit Sitz in Shenzhen, China, wirbt mit kostenlosem Versand.

Allerdings solltest Du diese Aussage mit Vorsicht genießen, da sie nicht für alle Versandarten gilt. Um später nicht von hohen Lieferkosten überrascht zu werden, musst Du neben dem Preis Deines 3D-Druckers auch die Steuer, den Einfuhrzoll und andere Gebühren im Auge behalten.

Bei GearBest hast Du die Wahl zwischen:

  • Flatrate Shipping (Unregistered Air Mail, kostenlos, Lieferzeit nach Deutschland 15 bis 30 Werktage, ohne Tracking),
  • Standard Shipping (Registered Air Mail, mit Tracking-Nummer zur Sendungsverfolgung, Lieferzeit 15 bis 30 Werktage),
  • Priority Line (Germany Express, keine extra Zollkosten, Lieferzeit 7 bis 15 Werktage, inklusive Tracking),
  • Expedited Shipping (z. B. DHL oder FedEx, Lieferzeit 3 bis 7 Werktage, inklusive Tracking).

 

Das Flatrate Shipping ist zwar generell kostenlos. Allerdings weißt Du hier nie, wo Deine Sendung steckt. Dadurch kann die Wartezeit bis zur Ankunft Deines Paketes ganz schön nervenaufreibend sein. Aufgrund der fehlenden Sendungsverfolgung empfiehlt sich diese Variante höchstens für kleinere, preiswerte Artikel, die keinen gravierenden Verlust bedeuten. Einige besonders große oder schwere Produkte sind vom kostenlosen Versand grundsätzlich ausgeschlossen. Für 3D Drucker trifft das jedoch in der Regel nicht zu.

Eine schnellere, aber auch deutlich teurere Alternative zum Flatrate Shipping ist das Expedited Shipping, hierzulande auch als Expressversand bekannt. Die Kosten hierfür belaufen sich je nach Gewicht und Größe der Sendung auf 30 bis 50 Euro. Darüber hinaus fallen für Produkte oberhalb der Zollfreigrenze die übliche Steuer und Zollgebühren an. Daher empfiehlt es sich, diese Methode nur zu wählen, wenn Du den Drucker dringend benötigst.

Eine Kombination aus diesen beiden Varianten bietet Dir die Versandart Priority Line bzw. Germany Express. Hierbei entfallen sowohl die Zollkosten als auch die Einfuhrumsatzsteuer, während Dein Paket innerhalb von maximal 15 Tagen bei Dir ist. GearBest* kann beim Germany Express den deutschen Zoll umgehen, da es die von Dir bestellten Waren über Großbritannien versendet. Die Produkte werden direkt dort verzollt und die anfallenden Kosten von GearBest übernommen. Die Versandkosten betragen bei der Versandart Priority Line bzw. Germany Express nur wenige Euro oder entfallen ganz.

https://www.youtube.com/watch?v=LzcEkKXKDeI

 

Einkaufen bei AliExpress

AliExpress gehört zur in Hangzou, China, ansässigen Alibaba Group. Diese zählt zu den größten Firmen des asiatischen Staates und betreibt eine der 60 meistbesuchten Webseiten weltweit.

Bei AliExpress handelt es sich nicht um einen Direktanbieter, sondern um ein Podium für Händler, ähnlich Amazon Marketplace oder eBay*.

Seit September 2014 verfügt das Unternehmen über eine deutsche Plattform, sodass der Einkauf auch für deutschsprachige Nutzer ohne einschlägige Englischkenntnisse problemlos möglich ist.

Die meisten Händler bei AliExpress bieten verschiedene Versandformen an, darunter auch mehrere kostenlose Varianten sowie diverse Expressmethoden, beispielsweise via DHL, UPS oder FedEx, bei denen auch eine Sendungsverfolgung inbegriffen ist.

Die Lieferzeiträume sind für den kostenlosen Versand mit 15 bis 60 Tagen angegeben, wobei dieser nicht bei jedem Anbieter verfügbar ist.

Die Preise für den Standardversand schwanken zwischen 3 und 5 Dollar.

Da auch die Paketverfolgung nicht einheitlich geregelt ist, solltest Du bei der Händlerwahl nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf die Versandmethoden und die Versandzeiten.

Neben sehr erfahrenen Verkäufern findest Du auf AliExpress auch unerfahrene Händler, die nicht mit den hier geltenden Zollbestimmungen vertraut sind und möglicherweise Fehler beim Deklarieren der Pakete machen. Eine Kontrolle bleibt dann meist nicht aus, wobei jede Warensendung auch aus Routinegründen überprüft werden kann.

Insgesamt gelten bei AliExpress die gängigen Einfuhrregeln, also die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % für Deutschland bzw. 20 % für Österreich ab einem Warenwert von rund 26 Euro und die Zollabgabe ab einem Bestellwert von 150 Euro. Für die Schweiz beginnt alles bei etwa 62 CHF.

 

Banggood – shoppen in China

Banggood, ein in Guangzhou, China, beheimateter Gadgetshop versendet seine Waren bereits seit 2006 in alle Welt. Darüber hinaus betreibt er Lagerhäuser in der Europäischen Union und den USA.

Wie seine chinesischen Konkurrenten bietet auch Banggood einen kostenlosen Versand an. Dabei kann es bis zu 20 Tage dauern, ehe Dein 3D Drucker bei Dir ankommt.

Möchtest Du es schneller, hast Du die Wahl zwischen verschiedenen kostenpflichtigen Express-Versandarten. Bestellungen aus dem EU-Warenhaus kommen nach sieben bis zehn Tagen bei Dir an.

Für den schnellen Versand (3 bis 7 Tage) aus dem EU-Warenhaus fallen je nach Versandunternehmen 3 Euro bis 8,50 Euro an.

Aus China dauert der Transport per Express Mail Service sieben bis 10 Tage. Die Kosten hierfür liegen bei 15 Euro.

Für einige Waren bietet Banggood auch preiswertere Schnellsendungsarten an. Hier betragen die Preise zwischen 1 und 9 Euro und die Lieferzeiten 5 bis 10 Tage.

Für den Versand aus China fallen die üblichen Einfuhrumsatzsteuern und Zollgebühren an. Bestellst Du im EU-Warenhaus, bleiben Dir diese Zusatzkosten erspart, da Banggood die Zollabwicklung hierfür bereits vorab vornimmt.

 

8 Rechenbeispiele für 3D Drucker aus China, den USA und Deutschland

Folgende Rechenbeispiele sollen Dir einen Eindruck davon verschaffen, wie viel Dein 3D-Drucker bzw. Zubehör inklusive Lieferung letztendlich kostet und ob sich eine Auslandsbestellung wirklich lohnt.

 

Beispiel 1: Artikelstandort China – Bestellung im Wert von unter 22 Euro

Kostet die bestellte Ware inklusive Versand weniger als 22 Euro, liegst Du damit unterhalb der Zollfreigrenze.

Bestellst Du beispielsweise Extruderdüsen aus China für umgerechnet 3 Euro, kommen maximal Lieferkosten hinzu. Zoll-Kosten und Einfuhrumsatzsteuern fallen nicht an.

Nutzt Du das von AliExpress angebotene Standard Shipping, musst Du nicht mal Versandkosten zahlen. Allerdings sind bei dieser Versandart längere Wartezeiten nichts Ungewöhnliches. Außerdem hast Du meist nicht die Möglichkeit, Dein Paket per Tracking zu verfolgen.

 

Beispiel 2: Artikelstandort China – Bestellung mit einem Wert zwischen 22 und 26 Euro

Möchtest Du bei GearBest* Filament für rund 24 Euro bestellen, musst Du auf die Versandart achten.

Nutzt Du den freien Versand via Unregistered Air Mail, Registered Air Mail oder Priority Line bzw. Germany Express, kommst Du ebenfalls steuer- und zollfrei davon, da Du den Freibetrag von 5 Euro nicht überschreitest.

Würdest Du aber Expedited Shipping nutzen, kämen nochmal 4 Euro Versandkosten hinzu. Das heißt, Du bist bei einer Gesamtsumme von rund 28. Da die Einfuhrumsatzsteuer in diesem Fall bei 5,32 Euro (Deutschland) bzw. 5,60 Euro (Österreich) beträgt und damit den Freibetrag übersteigt, müsstest Du zahlen.

Schweizer haben hier mehr Glück, da der Mehrwertsteuersatz der Eidgenossenschaft bei 8 % liegt. Das wären in diesem Fall nur 2,56 CHF und damit unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze. So lange diese nicht überschritten wird, zahlst Du auch keinen Einfuhrzoll.

https://www.youtube.com/watch?v=A_MrK1Ky-Mk

 

Beispiel 3: Artikelstandort China – Bestellung mit einem Wert zwischen 26 und 150 Euro

Liegt der Wert von in China bestellter Ware plus der Kosten für die Lieferung zwischen 26 und 150 Euro, zahlst Du in Deutschland und Österreich grundsätzlich eine Einfuhrumsatzsteuer von 19 bzw. 20 Prozent.

Erwirbst Du beispielsweise bei AliExpress einen 3D Drucker-Pen für rund 40 Euro und lässt diesen kostenlos liefern, bezahlst Du laut deutscher und österreichischer Zollbestimmungen 7,60 bzw. 8 Euro EUST, insgesamt also 47,60 bzw. 48 Euro.

In der Schweiz käme Dir wegen des niedrigeren Mehrwertsteuersatzes immer noch der Freibetrag zugute. Diesen würdest Du erst ab einem Warenwert von etwas mehr als 62 CHF (ca. 53,50 Euro) überschreiten.

Bei GearBest* und Banggood findest Du 3D-Drucker für wenig mehr als 100 Euro. Während Du beim ersten Anbieter die kostenlose Lieferung via Priority Line nutzen kannst, fallen beim zweiten via Expedited Shipping (1,44 EUR) oder Air Parcel Register (3,37 EUR) nur geringe Versandkosten an, mit denen Du aber ebenfalls unterhalb der in Deutschland und Österreich geltenden Zollabgabengrenze von 150 Euro bleibst. Du zahlst also auch in dieser Preisklasse in beiden Ländern nur Einfuhrumsatzsteuer.

In der Schweiz würdest Du hingegen bei einem Sendungswert von mehr als 100 Euro (ca. 116 CHF) die Geringfügigkeitsgrenze für die EUST überschreiten und müsstest somit auch einen pauschalen Einfuhrzoll von 16 CHF zahlen.

 

Beispiel 4: Artikelstandort China – Bestellung mit einem Wert von über 150 Euro

Möchtest Du Dir einen höherwertigen 3D Drucker anschaffen, überschreitest Du in jedem Fall die 150 Euro-Grenze und somit den Freibetrag für den Zoll.

Ersteigerst Du beispielsweise bei eBay* einen Printer für 600 Euro, kommen noch einmal 1,7 % Zollgebühren hinzu. Damit wärst Du bei rund 610 Euro. Das stellt die Berechnungsgrundlage für die Einfuhrumsatzsteuer dar, die somit für Deutschland rund 116 Euro und für Österreich 122 Euro beträgt. Insgesamt kostet Dich der 3D-Drucker aus China mit Zoll und Steuern also 726 bzw. 732 Euro.

In der Schweiz erhebt das Unternehmen, das den Import für Dich durchführt einen Einfuhrzoll von 16 CHF. Hinzu kommt ein Warenwertzuschlag von 3 %. 600 Euro entsprechen rund 700 CHF. Damit läge der Warenwertzuschlag bei 21 Euro. Außerdem hast Du die 8%ige Einfuhrumsatzsteuer auf den Warenwert zu zahlen, in diesem Fall 56 CHF. Somit schlägt der 3D Drucker mit insgesamt rund 795 CHF zu Buche.

Sollte der eBay-Verkäufer Dir noch Versandgebühren berechnen, müsstest Du die Summe aus Druckerpreis und Versandkosten als Warenwert zugrundelegen. Dadurch könntest Du den Freibetrag schon früher überschreiten.

 

Beispiel 5: Artikelstandort USA – Bestellung mit einem Wert von über 150 Euro

Relativ einfach findest Du den Bruttopreis heraus, wenn Du über Amazon in den USA bestellst. Hier stehen neben dem Nettopreis auch die Angaben für Versandkosten, Zoll-Kosten und Einfuhrumsatzsteuer. So hast Du genau im Blick, was Dich der Drucker letztendlich kostet.

Alles eingerechnet, kann sich ein Drucker mit einem Grundpreis von 900 Dollar schnell auf einen Endpreis von 1.200 Dollar belaufen.

Lohnen würde sich ein solcher Kauf nur, wenn der Nettopreis dieses Druckermodells in Deutschland, Österreich oder der Schweiz mehr als 300 $ höher oder das gewünschte Gerät hier überhaupt nicht erhältlich wäre.

Könntest Du denselben Drucker im Inland beispielsweise für umgerechnet 1.100 Dollar kaufen, kämen maximal Transport- bzw. Versandkosten hinzu, sodass Du am Ende trotz des höheren Grundpreises weniger zahlen müsstest.

 

Beispiel 6: Artikelstandort Deutschland – Bestellung mit einem Wert von über 150 Euro

Wohnst Du in Österreich und möchtest über eBay* einen 3D Drucker von einem deutschen Anbieter kaufen, ist die Rechnung ganz einfach. Der Verkäufer berechnet Dir den Verkaufspreis einschließlich der deutschen Umsatzsteuer und gegebenenfalls Versandkosten. Eine Einfuhrumsatzsteuer wird nicht fällig. Ebenso entfallen die Zoll-Kosten, da Käufe in anderen EU-Ländern nicht dem Zoll unterliegen.

Kostet der Drucker inklusive deutscher Mehrwertsteuer 300 Euro, zahlst genau diesen Betrag, auch wenn die österreichische MWST eigentlich 20 % beträgt.

Hast Du Deinen Wohnsitz in der Schweiz, wird für Pakete aus Deutschland ein pauschaler Zollsatz von 11,50 CHF erhoben. Hier kommen außerdem der übliche 3%ige Warenwertszuschlag sowie die Einfuhrumsatzsteuer von 8 % hinzu.

Für die Rückerstattung der bereits gezahlten deutschen Mehrwertsteuer musst Du die mit dem Zollstempel versehene Rechnung an den Händler senden. Du zahlst also zunächst einen Gesamtpreis von 344,50 Euro, kannst Dir aber die deutsche MWST in Höhe von 57 Euro wiederholen. Dadurch kostet Dich der 3D Drucker am Ende 287,50 Euro.

 

Beispiel 7: Artikelstandort UK – Bestellung mit einem Wert von über 150 Euro

Momentan gelten für Großbritannien dieselben Regeln wie für den Rest der EU. Das wird auch so bleiben, bis der Brexit endgültig vonstattengegangen ist.

Danach kommen für Waren aus UK wahrscheinlich die gleichen Zollbestimmungen zum Tragen wie derzeit für Importe aus Drittländern wie den USA oder China.

 

Beispiel 8: Artikelstandort Schweiz – Bestellung mit einem Wert von über 150 Euro

Da die Schweiz nicht zum Zollgebiet der EU gehört, gilt sie aus deutscher und österreichischer Sicht als Drittland. Somit kommen bei der Einfuhr eines 3D-Druckers der gleiche Zollsatz wie beim Import aus den USA oder China sowie die reguläre Einfuhrumsatzsteuer von 19 % zur Anwendung.

Bei einem semi-professionellen Drucker, der online mit 5.000 Euro ausgewiesen ist, kommst Du in Deutschland mit 1,7 % Zollgebühr und Steuern auf insgesamt 6.035 Euro, in Österreich wegen der höheren Mehrwertsteuer auf 6.085 Euro.

 

10 Tipps für die Auslandsbestellung von 3D Druckern

Wenn Du folgende Tipps beherzigst, kann bei der Auslandsbestellung nicht mehr viel schief gehen.

 

Tipp 1: Verfügt der Online-Händler über ein EU Warehouse?

Bevor Du eine Bestellung im Ausland aufgibst, solltest Du nachschauen, ob der jeweilige Anbieter ein EU Warehouse unterhält.

Orderst Du Deine Ware beispielsweise statt in China in einem EU Warehouse des Händlers, zahlst Du zwar etwas mehr, sparst allerdings Einfuhrzoll, Steuern und die damit verbundenen Formalitäten.

Die Möglichkeit mit dem EU Warehouse und dem zollfrei Bestellen aus China bieten die meisten namhaften chinesischen Online-Händler an, darunter auch GearBest*, AliExpress und Banggood.

 

Tipp 2: Bezahlen über PayPal

Du hast Bedenken, dass die im Ausland bestellte Ware nicht Deinen Vorstellungen entspricht oder gar nicht erst versandt wird?

Dann empfiehlt es sich, per PayPal zu bezahlen. Der Käuferschutz dieses Online-Bezahldienstes hilft Dir in einem solchen Fall, Dein Geld wieder zurückzubekommen.

 

Tipp 3: Aufteilen der Warensendung

Deine Lieferung enthält mehrere Produkte?

Dann kannst Du den Zoll umgehen, indem Du das Ganze so aufteilst, dass die einzelnen Sendungen die Zollfreigrenze nicht überschreiten.

Empfehlenswert ist dieses Vorgehen vor allem, wenn keine Versandgebühren erhoben werden und Du keinen größeren Wert auf die Möglichkeit der Sendungsverfolgung legst.

 

Tipp 4: Einfuhr über UK

In China, insbesondere in Shenzhen ansässige Online-Händler bieten zum Teil den Versand Ihrer Waren über Großbritannien an.

Hierbei nutzen sie die vereinfachten Zollbestimmungen zwischen dem nahegelegenen Hongkong und dem vereinigten Königreich aus, die noch aus Zeiten stammen, in denen Hongkong britische Kronkolonie war.

Für Dich bedeutet diese Verfahrensweise kein zusätzliches Risiko. Du erhältst Dein Paket aus dem momentan noch zur EU gehörigen Großbritannien und damit steuer- und zollfrei.

Den Zoll umgehen kannst Du auf diese Weise allerdings nur, bis der Brexit endgültig vollzogen ist.

 

Tipp 5: Zollversicherung

Bei einigen China-Shops kannst Du Dich gegen Einfuhrabgaben versichern. Die sogenannte Zollversicherung gibt es in zwei Varianten.

Bei der ersten übernimmt der Shop den Import der Sendung und schickt sie von einem EU Warehouse zollfrei an Dich weiter. Diese Möglichkeit der Zollversicherung gilt beispielsweise für GearBest* Germany Express bzw. Priority Line.

Bei der zweiten Variante der Zollversicherung zahlst Du bei einer Bestellung aus China den Zoll selbst, kannst ihn Dir aber nach Einreichen der Rechnung vom jeweiligen Online-Anbieter zurückerstatten lassen.

Die bei DHL-Express übliche Kapitalbereitstellungsprovision von 10 Euro wird über die Zollversicherung jedoch meist nicht erstattet.

 

Tipp 6: Versandart – schnell oder billig?

Alles Gute liegt bei einer Auslandsbestellung nur selten beieinander. Entweder Du nutzt den kostenlosen Versand und wartest bis zu zwei Monate oder Du lässt via DHL-Express, FedEx schnell aber teuer liefern.

Natürlich hat die kostenpflichtige Variante neben der Schnelligkeit noch weitere Vorteile wie die Möglichkeit der Sendungsverfolgung.

Ob sich Expedited Shipping für Dich lohnt, musst Du letztendlich selbst entscheiden.

 

Tipp 7: Was tun bei Problemen beim Zoll?

Dein Paket müsste längst da sein, lässt aber immer noch auf sich warten?

Dann solltest Du, sofern Du diese Option hast, per Tracking nachschauen, ob es vielleicht beim Zoll festhängt. Das kann passieren, wenn die Sendung nicht richtig deklariert ist, die Rechnung fehlt oder es sonstige Ungereimtheiten gibt. In diesem Fall findest Du in Deinem Briefkasten bald eine Einladung von Deinem Zollamt zur Klärung des Sachverhaltes.

https://www.youtube.com/watch?v=ZN2dWisScT8

 

Musst Du unerwartet Zoll-Kosten zahlen, hast Du in der Regel zwei Möglichkeiten: Entweder Du legst der Behörde innerhalb einer Frist von wenigen Tagen die fehlenden Unterlagen vor und zückst Dein Portmonee oder Du verweigerst die Annahme des Paketes.

Letzteres empfiehlt sich allerdings nur, wenn Du per PayPal bezahlt hast. Ansonsten ist das Risiko hoch, dass Du Dein für die Ware gezahltes Geld nie wieder siehst.

Alternativ kannst Du bei der Deutschen Post die „nachträgliche Postverzollung“ in Auftrag geben. Das kostet in Deutschland zusätzlich zum 3D Drucker-Import-Zoll und zu den Steuern 28,50 Euro.

 

Tipp 8: Immer bestens informiert dank Zoll-App

Mit der kostenlosen App „Zoll und Post“ kannst Du selbst ausrechnen, welche Zusatzkosten bei einer Auslandsbestellung voraussichtlich für Dich anfallen.

Darüber hinaus gibt die vom Bundesfinanzministerium herausgegebene App Hinweise auf die wichtigsten Zollbestimmungen für die unterschiedlichsten Warengruppen und warnt Dich vor den Risiken, die von bestimmten Produkten ausgehen könnten.

https://www.youtube.com/watch?v=a951HvkeCDE

 

Tipp 9: CE-Kennzeichnung ist für Import unerlässlich

Eine fehlende CE-Kennzeichnung kann bedeuten, dass die von Dir bestellte Ware die EU-Grenzen nicht überschreiten darf. Betroffene Sendungen werden vom Zoll zurückgeschickt oder vernichtet.

Natürlich können die Zollbeamten nicht jedes einzelne Paket kontrollieren, sodass einige Lieferungen auch ohne CE-Kennzeichen ihren Bestimmungsort erreichen. Du solltest Dir aber im Klaren darüber sein, dass keine Versicherung haftet, wenn ein 3D Drucker ohne CE-Label ein Schaden, beispielsweise ein Feuer verursacht.

 

Tipp 10: Schummelt der China-Händler, trägst Du das volle Risiko.

Einige China-Händler sind bei der Deklaration ihrer Waren sehr kreativ. Sie werben mit umsatzsteuer- und zollfreier Lieferung, können diese Zusage jedoch nur halten, indem sie den Zoll umgehen. Zum Beispiel geben sie falsche Warenwerte an, die weit unter den tatsächlich gezahlten Preisen liegen und oftmals die Zollfreigrenze nicht überschreiten.

Kommt der Zoll dem auf die Spur, hast Du das Nachsehen. Du zahlst nicht nur die Steuern und den Einfuhrzoll, sondern auch eine Strafe.

Bei weniger als 130 Euro handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, für die ein Zuschlag in Höhe der eigentlichen Einfuhrsteuer- und Zoll-Kosten für 3D Drucker fällig wird. Bei höheren Beträgen ist ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro möglich. Im schlimmsten Fall mündet das Ganze sogar in einem Strafverfahren.

Das solltest Du immer im Hinterkopf haben, wenn Du in China zollfrei bestellen möchtest.

 

Fazit

3D-Drucker aus Übersee sind längst nicht so günstig, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Gerade der Technik-Import aus den Vereinigten Staaten lohnt sich in vielen Fällen nicht, weil Du hohe Transportkosten in Deine Gesamtkalkulation einrechnen musst.

Bei Importen aus Fernost hast Du dieses Problem zwar nicht, da viele China-Händler kostenfreie Versandoptionen anbieten. Allerdings kannst Du in Schwierigkeiten kommen, wenn der Verkäufer falsche Zollangaben über die gelieferten Waren macht oder der 3D Drucker nicht den hier geltenden gesetzlichen Vorschriften (CE-Kennzeichnung) genügt.

Grundsätzlich ist es bei einem Online-Einkauf im Ausland ratsam, nicht nur dem angezeigten Preis Beachtung zu schenken, sondern auch den jeweiligen Versandbedingungen sowie den in Deinem Heimatland geltenden Einfuhrbestimmungen und -kosten. So kannst Du am besten vermeiden, dass sich ein vermeintlich günstiges Schnäppchen am Ende als teure Angelegenheit entpuppt.

 

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