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Die 8 besten 3D Drucker für Anfänger (Stand: 2018)

Die Auswahl an 3D Druckern im Consumer-Bereich wird immer größer und unübersichtlicher. Da ist es für Anfänger nicht leicht, ein passendes Gerät für die eigenen Ideen und Ansprüche zu finden.

Geht es Dir so?

Grundsätzlich ist zu sagen, dass es „den“ besten Einsteiger 3D Drucker nicht gibt. Es kommt vielmehr darauf an, was Du drucken willst und ob Du ein fertiges Gerät erwerben oder einen Drucker aus einem Bausatz selbst zusammenbasteln möchtest.

Du weißt noch nicht genau, was Du drucken möchtest? Dann hilft Dir Schritt 1 des Ratgebers weiter. Eine detaillierte Kaufberatung findest Du dagegen hier.

Ich verrate Dir in diesem Beitrag, welche Kriterien die Einsteigerfreundlichkeit begünstigen und welche Modelle am ehesten in Frage kommen.

 

Welche Kaufkriterien erleichtern den Einstieg?

Die meisten in den Produktdaten aufgeführten Werte werden Dir als Einsteiger nicht viel sagen oder sind für Dich womöglich schlicht irrelevant.

Vielmehr empfiehlt es sich, neben dem Preis und der Qualität darauf zu achten, dass das Gerät einfach zu bedienen ist und dass es jemanden gibt, an den Du Dich bei Problemen wenden kannst (Herstellersupport, User-Communities).

 

Preis

Ein Fehlkauf ist leichter zu verschmerzen, wenn das Produkt nicht so teuer war.

3D Drucker sind schon für unter 150 Euro zu haben. Allerdings ist die Auswahl an preiswerten, recht guten Geräten am unteren Ende der Preisskala quasi nicht-existent.

Hochwertige Bauteile sind in jedem Fall besser als Billigmaterialien. Hier solltest Du genau abwägen, ob es sich für Deine Zwecke vielleicht lohnt, von vornherein etwas mehr zu investieren. Du willst ja als Einsteiger nicht gleich extremen Frust schieben müssen.

Ein Richtwert von maximal 500 Euro ist sinnvoll. Nicht zu teuer und nicht zu billig – in der Preisspanne (0 bis 500 Euro) sind einige gute Einsteigermodelle zu finden.

Alternativ kannst Du nach gebrauchter Ware Ausschau halten, beispielsweise auf eBay*.

 

Einfachheit

Ideal für Anfänger sind bedienungsfreundliche Plug-and-Play-Geräte.

Bei solchen Einsteigermodellen musst Du eigentlich nichts mehr wirklich montieren. (Etwas zu tun gibt es beim 3D Druck aber immer noch…) Und dank einfacher Menüführung, intuitiver Bedienung und gut überschaubarer/verständlicher Software kannst Du relativ schnell loslegen, ohne Dich erst lange einzulesen.

Du solltest aber dennoch darauf achten, dass eine vollständige Anleitung in einer für Dich verständlichen Sprache vorliegt (Deutsch ist eher Mangelware; englische Sprachkenntnisse sind vorteilhaft), die idealerweise auf typische Probleme und die FAQ eingeht.

Für den Anfang empfehlen sich außerdem kartesische 3D Drucker statt Delta Geräte (mehr dazu in der Kaufberatung), da diese z.B. einfacher zu kalibrieren sind.

 

Support

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt ist der Support.

Bei Problemen mit populären Produkten kannst Du meist auf die Hilfe anderer User zurückgreifen. Auf den Herstellersupport ist hingegen nicht immer Verlass.

Schaue Dir die Communities an!

 

Qualität

Natürlich ist es ratsam, nicht nur den Preis im Auge zu haben, sondern auch die Qualität des Gerätes (und auch der nutzbaren Software). Wie oben schon erwähnt.

Es ist sicher motivierender, schönen Objekten bei der Entstehung zuzuschauen als nach Problemlösungen zu suchen.

Das Thema Druckqualität ist recht komplex, aber der Rahmen bzw. die gesamte Konstruktion sollte beispielsweise stabil/robust sein, da nur so sehr gute Druckergebnisse zu erzielen sind. Wenn der 3 D Drucker z.B. durch Vibrationen wackelt, werden die Ausdrucke schnell ungenau und damit oft unbrauchbar.

Schlechte proprietäre Software solltest Du auch meiden.

Grundsätzlich bringen Dir Nutzererfahrungen bei der Suche nach einem guten Einsteigermodell mehr, als Dich auf bestimmte Produktdaten zu fixieren (wie z.B. die Druckgeschwindigkeit).

Wie Du in Schritt 3 des Ratgebers nachlesen kannst, ist es sinnvoll, Dich in Foren und auf Blogs nach Meinungen für das von Dir präferierte Modell umzuschauen. Die dort vertretenen 3D-Druck-Fans empfehlen Dir sicher den ein oder anderen 3D Drucker für Einsteiger, an dem Du lange Deine Freude hast.

Wenn möglich, nutze auch Tests und studiere die Bewertungen.

Achte auf die Zuverlässigkeit!

 

Magst Du es doch komplizierter?

Gehörst Du zu den Bastlern oder möchtest tiefer in die Materie des 3D-Drucks eindringen?

Dann bist Du mit preiswerten, stabil gebauten, populären Bausätzen mit guten Nutzererfahrungen wahrscheinlich besser bedient als mit Plug-and-Play-Geräten.

Für handwerklich etwas weniger Begabte gibt es auch Bausätze, bei denen kaum etwas zusammenzubauen ist.

Ein richtiger Masochist greift gar zum Dual Extruder Bausatz.

 

Oder soll es filigraner werden?

Möchtest Du filigrane Objekte mit detailgetreuen Oberflächen drucken, führt kein Weg an SLA oder DLP vorbei.

Die meisten Anfänger steigen jedoch mit einem FDM-Drucker ein, da der Druck hiermit insgesamt billiger ist und auch weniger Aufwand macht.

Du brauchst keine speziellen Hilfsmittel wie Alkohol und eine UV-Kammer, die Nachbearbeitung ist einfacher und aufgrund der größeren Popularität der Geräte sind mehr Nutzererfahrungen verfügbar.

Daher geht die Empfehlung bei der Frage, ob FDM oder SLA/DLP besser ist, eher in Richtung FDM.

 

Generelle Empfehlungen für Einsteigermodelle

Ich habe mal 3 Produkte unter 500 Euro herausgesucht (nach Preis aufsteigend sortiert), die als gute Einsteigergeräte gelten.

 

MP Select Mini

Der MP Select Mini von Monoprice ist besonders in den USA als robustes und preiswertes FDM-Einsteigermodell erfolgreich.

Er bietet Dir eine einfache Menüführung und zuverlässige Drucke (geringe Fehlerquoten werden erwähnt). Durch sein beheiztes Druckbett kannst Du außerdem viele Materialien nutzen. (Eine Ausnahme sind flexible Materialien, deren Verwendung durch den Bowden Extruder problemtisch ist.)

Die manuelle Kalibrierung könnte sich als etwas schwierig erweisen. Ist diese geschafft, arbeitet er jedoch gut.

Dank einer großen User-Anzahl findest Du viele (englischsprachige) Gruppen bei Facebook, an die Du Dich bei Bedarf wenden kannst.

Als Closed Source Design kannst Du das Gerät leider nicht wirklich verbessern.

Eine Alternative zu diesem Gerät ist der Prima Creator P120, ebenso wie der MP Select Mini ein Rebrand des Malyan M200.

 

QIDI TECH X-one2

Das Open-Source-Desktop-Gerät von QIDI TECHNOLOGY ist ebenso eine gute Wahl für 3D-Druck-Anfänger, die keinen Bausatz möchten.

Etwas teurer, aber sehr stabil gebaut und einfach zu bedienen, bietet der QIDI TECH X-one2 eine mehr als gute Druckqualität.

Der X-one2 druckt auch recht detaillierte Objekte in überzeugender Qualität aus, kann jedoch ziemlich laut werden.

Arbeiten tut er schnell und zuverlässig.

Zwar hat dieser FDM-Drucker nicht das größte Druckvolumen, allerdings wird ihm ein verhältnismäßig guter Herstellersupport bescheinigt.

Das nicht entfernbare Druckbett wird ab und an bemängelt. Das könntest Du aber mit einer zusätzlichen Glasplatte ändern, die Du darauf befestigst.

 

FlashForge Finder

FlashForge – Finder

ab 361,33 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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Als 3D Drucker für Anfänger eignet sich auch dieser FlashForge FDM-Drucker, für den Du User-Rezensionen in englischer Sprache auf Pinshape, Amazon.com und Amazon.de finden kannst.

Der Drucker ist etwas teurer, allerdings auch sehr kompakt gebaut, schnell einsatzbereit und einfach zu handhaben.

Wegen des unbeheizten Druckbettes ist die Materialwahl limitiert.

Die Qualität der Ausdrucke und die Zuverlässigkeit des Finder werden jedoch insgesamt als gut bis sehr gut bewertet.

Der Herstellersupport wird dagegen eher als durchschnittlich angesehen.

2 Testergebnisse sind im Schritt 4 des Ratgebers verlinkt.

 

Bausätze oder Semi-/Quasi-Bausätze

Nun noch 3 Produkte unter 500 Euro (nach Preis aufsteigend sortiert) für diejenigen, die es komplizierter wollen.

Das für den Zusammenbau benötigte Werkzeug ist bei diesen Geräten im Lieferumfang enthalten. Du kannst daher sofort nach Erhalt mit der Montage loslegen.

 

Anet A6

Anet – Anet A6

ab 146,53 € 147,04 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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Dieser sehr preiswerte 3D Drucker Bausatz für Anfänger ist nicht so stabil, wie die obigen Empfehlungen, bietet aber dennoch eine akzeptable Qualität.

Hinsichtlich der Popularität reicht das FDM Gerät von Anet zwar nicht an den noch günstigeren Anet A8 heran, liefert jedoch etwas bessere Druck-Ergebnisse.

Anpassungen sind definitiv notwendig, da die Out-of-the-box-Druckqualität dieser (Open Source) China-Bausätze eher so lala ist.

Die auf der microSD-Karte mitgelieferte Anleitung lässt zu wünschen übrig. Dafür gibt es eine recht gute Videoanleitung auf YouTube.

Aufgrund des Acryl-Rahmens gehört dieser Prusa i3 Klon allerdings auch nicht zu den leisesten. Außerdem ist wegen der Vibrationen ein häufiges Leveln des Druckbettes erforderlich.

Auch die Verkabelung und der Spulenhalter bzw. die Filamentführung sind nicht optimal.

Eine Testquelle ist im Schritt 4 des Ratgebers gelistet.

Der Ender-3 von Creality 3D wäre eine neuere, populäre Alternative.

 

I3 Mega

Tipp Anycubic – I3 Mega (neue Ultrabase Version)

ab 270,00 € 294,49 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsKaufen*

Mit diesem relativ preiswerten, aktuell sehr populären Semi-/Quasi-Bausatz von Anycubic findest Du ebenfalls einen guten Einstieg in die Welt der FDM 3D Drucker.

Weitgehend montiert geliefert, lässt sich der I3 Mega problemlos zusammenbauen und überzeugt durch eine recht komfortable Handhabung.

Das Menü des Touchscreen-Displays ist einfach/intuitiv gehalten und die Elektronik sicher verstaut.

Falls doch mal Fragen oder Probleme auftauchen sollten – Anycubic wird ein guter Customer Support nachgesagt.

Der I3 Mega ist stabil gebaut, arbeitet schnell und leise und bietet eine gute Druckqualität. Mit den richtigen Einstellungen sind sogar sehr gute Drucke möglich.

Wegen des Bowden-Extruders eignet er sich nicht so gut für flexible Materialien. Des Weiteren waren bei der älteren Version die Drucke oft sehr schwer von Druckbett ablösbar.

Alternativen zu diesem Gerät sind der Duplicator i3 v2.1 von Wanhao und dessen Nachfolger, der Duplicator i3 Plus, die in den USA auch unter dem Rebrand Monoprice geführt werden.

 

CR-10

Tipp Creality 3D – CR-10

ab 300,83 € 411,60 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsKaufen*

Momentan sehr populär und für das vergleichsweise riesige Druckvolumen billig, bietet Dir dieser z.T. vormontierte FDM-Drucker-Bausatz von Creality 3D eine ausreichende Rahmenstabilität und eine gute Druckqualität bei großen und kleinen Objekten.

Eine gute Aufbauanleitung für dieses Modell findest Du auf YouTube.

Die insgesamt gute Mechanik liefert reproduzierbare Ergebnisse.

Trotz Bowden-Extruder druckt der CR-10 gut flexible Materialien, allerdings ist die Materialauswahl etwas eingeschränkt.

Da die Druckbetttemperatur nur rund 70 bis 85 °C (unterschiedliche Angaben im Netz) beträgt, gibt es unter anderem Probleme beim Drucken mit ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol), die Du jedoch mit einer Einhausung beheben kannst.

 

SLA/DLP-Empfehlungen

Hier habe ich einen SLA und einen DLP 3D Drucker gewählt, von denen ich überzeugt bin.

 

Form 2

Tipp Formlabs – Form 2

ab 3.400,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsNicht Verfügbar

Der Formlabs-Drucker eignet sich gut für einen Einstieg in den 3D-Druck nach dem SLA-Prinzip.

Das einfach gehaltene, stabile Gerät ist wie erwähnt nicht ganz billig, erzielt aber gute bis sehr gute Ergebnisse, will man sehr filigrane, genaue oder glatte Objekte herstellen.

Der Form 2 arbeitet zuverlässig und die gute (aber leider nicht für Linux-User nutzbare) Software punktet mit einer minimalen Fehlerrate.

Da das benötigte Resin verhältnismäßig teuer ist, sind die laufenden Kosten höher als bei einem FDM-Drucker. Material von Drittanbietern ist begrenzt nutzbar (Druckqualität und Erfolgsrate sinkt).

Das Druckvolumen ist gering und die Druckgeschwindigkeit niedrig.

Der Support ist jedoch grundsätzlich besser als bei Fernost-Produkten. Zudem wird die Software/Firmware ständig verbessert.

Ein alternatives Einsteigermodell wäre der Vorgänger, der Form 1+. Dieser hat den Vorteil, dass Du über OpenFL günstigeres Druckmaterial von Drittanbietern verwenden kannst.

 

Photon

Der LCD-DLP Druck schließt die Preis-Lücke (für Privatanwender) zwischen dem teureren SLA und dem schon sehr billigen FDM 3D Druck. (Die Materialkosten sind aber auch hier höher auch wenn Material von Drittanbietern nutzbar ist.)

Im Vergleich zum Form 2 ist dieses DLP-Gerät von Anycubic durch seinen günstigen Preis damit sehr gut geeignet, um in den Kunstharz 3D Druck einzusteigen. (Mit unter 500 Euro erfüllt es somit alle Kriterien guter Einsteigermodelle.)

Infolgedessen hat sich der Photon in kürzester Zeit zu einem sehr populären Produkt entwickelt.

Durch das kompakt und einfach designte Fertiggerät benötigst Du – im Gegensatz zu FDM 3D Druckern – kaum Vorerfahrung, um präzise, detailreiche Objekte in guter bis sehr guter Qualität herzustellen.

Die Bedienung (Menü, Software,…) ist eben sehr nutzerfreundlich und einfach zu erlernen.

Dafür verströmen Resins meist üble Gerüche. Während des Betriebs verschafft ein eingebauter, etwas lauter Lüfter zumindest Abhilfe.

Des Weiteren ist die Nachbearbeitung aufwendiger und mit allerlei Kunstharz-Sauerei verbunden.

 

Der Photon arbeitet zuverlässig und – für Kunstharzdrucker üblich – langsam.

Mit dem DLP Verfahren lassen sich jedoch Kleinserien produzieren, da statt eines einzelnen Punktes im Raster immer die komplette Fläche/Ebene auf einmal gedruckt werden kann. Es macht also keinen zeitlichen Unterschied, ob ein Objekt angefertigt wird oder mehrere nebeneinander angeordnete Objekte. Solange der Platz ausreicht…

Leider ist die Druckfläche bzw. das Druckvolumen ziemlich klein, sogar kleiner als beim Form 2.

Und im Falle von Problemen – über den Customer Support von Anycubic hört/liest man viel Gutes.

Eine Alternative wäre der S Complete von FLSUN 3D.

Das „Preis-Leistungs-Verhältnis“ – also hier erhaltene Details fürs Geld – ist bei diesen Geräten jedoch kaum zu toppen.

 

Fazit

Günstige Einsteigermodelle bieten Dir die Gelegenheit, in den 3D-Druck hineinzuschnuppern, ohne ein allzu großes Loch in die Haushaltskasse zu reißen.

Natürlich können Low-Budget-Geräte hinsichtlich der Qualität oft nicht mit teuren Profi-Modellen mithalten. Gute Druckergebnisse lassen sich damit aber dennoch erzielen.

Wenn Du bei der Auswahl auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achtest und der Drucker alles mitbringt, was Du für Dein Anwendungsziel benötigst, kannst Du nicht allzu viel falsch machen.

 

Welches Einsteigermodell kannst Du empfehlen?

Schreib es in die Kommentare!


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Kommentare

Thor bittner 22. April 2018 um 1:57

JGAURORA A5 ODER Anycubic – I3 Mega WELCHER IST BESSER

Antworten

Christian 22. April 2018 um 20:04

Hallo Thor,

das hängt (auch) davon ab, ob Du das größere Druckvolumen des A5 wirklich brauchst.?

Wenn es nicht so wichtig ist, würde ich den I3 Mega vorziehen, da Anycubic anscheinend einen besseren Support bietet und das Teil wohl eine größere Fangemeinde hat sowie laut einiger Stimmen im Netz etwas bessere Ausdrucke hinbekommt.

Zudem ist es beim A5 schwerer ans Innenleben heranzukommen, falls Du etwas reparieren/instand halten/verbessern willst.

Sonst sind sie sich ja recht ähnlich.

Generell habe ich von diesem JGAURORA Gerät deutlich mehr negative Erfahrungsberichte gelesen/gesehen als vom I3 Mega. Trotzdem ist er ein ziemlich gutes China Produkt. (Also mehr positives als negatives Feedback.)

Wenn es die Größe ist, die Dich reizt, dann lieber einen CR-10 (oder CR-10S?), den man auch upgraden kann, z.B. mit so einem Ultrabase Druckbett.

Ich hoffe das hilft etwas.

Gruß,

Christian

Antworten

themario 6. Mai 2018 um 22:32

Hallo, zum JGAurora A5 vs. Anycubic I3 Mega kann ich (habe Beide) nur schreiben – bis auf die Bettgröße sind sie beide in der Handhabung gleich. Ich habe auch beide umgebaut. Stepperdriver und Lüfter gewechselt, sowie beim i3 zwei Mosfet (Hotend und Hotbed) und beim A5 eins für das Hotbed verbaut. Warum nicht beide? Der i3 läuft mit 12 V und der A5 auf 24V. Somit wird das Mainboard des i3 viel mehr belastet (in Ah). Den A5 hätte ich nicht mit neuem Mosfet versehen, wenn das Aufheizen sich nicht deutlich beschleunigt hätte.
Der Einwand, man komme an das Innenleben beim i3 besser heran, kann ich nicht bestätigen, wenn man das Abziehen von den selbst eingesteckten Anschlüssen am A5 nicht als Arbeit ansieht.
Natürlich ist ein reines Bodengitter leichter in die Ecke zu stellen, aber wirklich besseres Arbeiten ist am A5 möglich, da er rund um das Innenleben unendliche Weiten an Platz bietet.
Einzig die Pflege der Parallelführungen der Y-Achse ist aufwendiger, da sie im Boden (geschützt) zu finden sind. Sieht man vor dem Kauf. Aber tägliches Einfetten ist selbst bei einem 24/7 Drucker nicht nötig.
Der A5 genießt gerade bei den großen Youtubern und sonstigen Reviewern einen schlechteren Ruf, weil er ein Clone eines renommierten, nicht so (preislich) abgehobenen Herstellers gilt. Clone von diesem weißen Hersteller mit Cura hingegen sind immer gern gesehen. Schreiben doch so Manche – „JGAurora A5 in DE verboten…“. Ja, hat Wanhao etwa Patente in DE für sein Original angemeldet? Ich glaube nicht daran.
Wenn mir etwas negatives beim A5 aufgefallen ist, was mich sofort auf thingiverse hat klicken lassen, dann waren es die 30mm Lüfter auf dem X-Schlitten. Laut und ineffizient und lose in ein Fischdosenlochblech gelegt. Ging gar nicht. Mittlerweile umgebaut und gut.
Braucht man Beide? Wenn man etwas druckt, dann will man ein zweites Projekt drucken. Wenn man zu Denen gehört, denen die Ideen nicht ausgehen und auch einige Teile mehrfach brauchen, dann reichen manchmal zwei Drucker auch nicht aus. Man kann es natürlich auch immer „übertreiben“. Nur wo fängt sie an, die Übertreibung? Manche brauchen ein oder gar mehrere CR-10 50s. Ich schiele (mit gesunden Augen) auf einen Kossel/Delta/Rostock. Dabei geht es jedoch mehr um das Bewegungssystem, als um das (schnellere) Drucken.
Aktuell drucken beide und mein erster Drucker ist ein CTC Bizer. Der ruht – 2 Farbendruck wird nicht täglich gebraucht.
Die Frage – braucht man ein 30x30x30 cm Bauraum kommt im Grunde dann, wenn man die erste Aufgabe für solch einen Bauraum hat.
Eine Empfehlung werde ich nicht abgeben – möge aber niemand sagen, der Eine ist besser. Es sind nun einmal keine eineiigen Zwillinge.

theMario

Antworten

Christian 7. Mai 2018 um 10:07

Hey theMario!

Vielen Dank für Deine geteilten, nützlichen/wertvollen Erfahrungen! Hammer Kommentar!

Gruß,

Christian

Antworten

Marc 8. Mai 2018 um 15:12

Hallo

Erstmals danke für diese Seite mit den vielen Tipps.
Eine Frage habe ich.
Wenn man die grösse der druckbaren Teile und den Preisunterschied weglässt, welcher Drucker ist besser?
Anycubic I3 Mega

Wanhao Duplicator 9 mark lll

Die Druckqualität ist mir am wichtigsten, ich möchte den Druvker im bereich Modellbau nutzen, Die Drucke würde ich auch bemalen. Modelbau im Bereich Eisenbahn.
Ebrnfalls wichtig ist mir die Auswahl versvhiedener Fillamente wie z.B Holz.
Druckgescheindigkeit interessiert nicht, ich kann warten.
Viele Grüsse
Marc

Antworten

Christian 8. Mai 2018 um 23:19

Hallo Marc,

zum Duplicator 9 von Wanhao kann ich nicht wirklich was sagen. Der ist ja noch recht neu und ich habe bisher kaum was über den gelesen/gesehen. Ich denke mal, erst in ein paar Monaten sind wir alle schlauer.

Zur Anycubic Maschine existieren dafür schon viele Erfahrungsberichte. Dessen Druckqualität ist schon ziemlich gut.

Habe in den letzten Tagen ein Video vom Ender 3 (Comgrow Variante; Video ist dort unter Rezensionen zu finden) gesehen, in dem Tabletop Minaturen gezeigt wurden. Dafür, dass es kein SLA/DLP 3D Drucker ist, sahen die schon richtig cool aus. Vielleicht auch eine (ebenfalls neu erschienene) Alternative.

Eine Option, die mögliche Druckqualität von Geräten einzuschätzen, ist, Dir viele Videos bei YouTube (oder Bilder im Netz) anzuschauen, in denen Druckobjekte gezeigt werden. Dann siehst Du mehr oder weniger gut, ob es für Deine Anforderungen reicht oder nicht. In diesem Beitrag hier wurde z.B. ein Anet A6 verwendet. Und der druckt nach Meinung vieler Maker schlechter als der I3 Mega.

Bei der Filamentnutzbarkeit hängt viel von den erreichbaren Temperaturen (Hot-End und Druckbett) ab. In manchen Datenblättern sind beispielsweise nur ABS und PLA gelistet, aber die angegebenen °C überschreiten die erforderlichen Werte vieler anderer Kunststoffe. Von daher nicht von langen (oder kurzen) Materialaufzählungen blenden (oder abschrecken) lassen.

Ich hoffe das hilft etwas.

Gruß,

Christian

Antworten

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